Football Begriffserklärung: "Two-Point Conversion"
In aller Kürze:
Die Two-Point Conversion im American Football bringt 2 Punkte statt 1. Statt zu kicken, versucht die Offense einen Lauf oder Pass von der 2-Yard-Linie.
Die Two-Point Conversion: Risiko für 2 Punkte
Die Two-Point Conversion ist die riskantere Alternative zum Extrapunkt-Kick nach einem Touchdown. Statt den sicheren 1-Punkt-Kick zu wählen, stellt sich die Offense an der 2-Yard-Linie auf und versucht, den Ball durch einen Lauf oder Pass erneut in die Endzone zu bringen.
2 Punkte oder nichts
Ist der Versuch erfolgreich, bekommt das Team 2 Punkte. Scheitert er, gibt es gar keinen Zusatzpunkt. Der Extrapunkt-Kick hat eine Erfolgsquote von etwa 94%, die Two-Point Conversion nur etwa 48%. Rein mathematisch ist der Kick also meistens die bessere Wahl.
Wann lohnt sich die Two-Point Conversion?
Coaches wählen sie aus taktischen Gründen, meist spät im Spiel. Typische Situationen: Das Team liegt mit 2 Punkten zurück und kann mit einer erfolgreichen Conversion ausgleichen. Oder es liegt mit 8 Punkten hinten, erzielt einen Touchdown und braucht die 2 Punkte, um auf ein Unentschieden zu kommen. Die Entscheidung folgt oft einer mathematischen Tabelle ("Two-Point Conversion Chart"), die genau zeigt, bei welchem Punktestand sich der Versuch lohnt.
Defensive Two-Point Conversion
Seit 2015 gibt es eine interessante Regel: Erobert die Defense den Ball während einer Two-Point Conversion (Interception oder Fumble) und trägt ihn bis in die gegnerische Endzone, bekommt sie selbst 2 Punkte. Das ist extrem selten, aber spektakulär, wenn es passiert.
