Football Begriffserklärung: "Bust"
In aller Kürze:
Ein Bust ist ein Draft-Fehlgriff. Der Spieler wird hoch gedraftet, kann die Erwartungen aber nie erfüllen. Besonders schmerzhaft bei First-Round-Picks.
Der Bust: Wenn das Talent nicht einschlägt
Als "Bust" bezeichnet man einen Spieler, der im Draft hoch ausgewählt wurde, die in ihn gesetzten Erwartungen aber nie erfüllen konnte. Der Begriff wird fast ausschließlich für Spieler der ersten ein bis zwei Runden verwendet, da von einem Siebentrundenpick ohnehin wenig erwartet wird.
Was macht einen Spieler zum Bust?
Die Gründe sind vielfältig: mangelnde Arbeitsmoral, Verletzungen, fehlende Anpassung an das NFL-Tempo, persönliche Probleme abseits des Platzes oder schlicht eine falsche Einschätzung des Talents durch die Scouts. Manchmal passt der Spieler auch einfach nicht ins System seines neuen Teams.
Berühmte Busts
JaMarcus Russell (Nr. 1 Pick, 2007) gilt als einer der größten Busts der Geschichte. Die Oakland Raiders investierten Millionen in den Quarterback, der nach nur drei Saisons aus der Liga war. Auch Ryan Leaf (Nr. 2 Pick, 1998), der im selben Draft wie Peyton Manning gewählt wurde, wird häufig genannt. Während Manning Rekorde brach, war Leafs Karriere nach vier Jahren vorbei.
Warum passieren Busts immer wieder?
Die Vorhersage, ob ein 21-Jähriger in der NFL bestehen wird, bleibt trotz aller Combine-Tests und Videoanalysen extrem schwierig. College-Erfolg garantiert keinen NFL-Erfolg, weil sich Geschwindigkeit, Taktik und körperliche Anforderungen auf Profi-Ebene drastisch unterscheiden. Deshalb ist der Draft trotz aller Analytik immer auch ein Stück Glücksspiel.
