Football Begriffserklärung: "EPA"
In aller Kürze:
Expected Points Added: Eine moderne Statistik, die misst, wie viele Punkte ein einzelner Spielzug im Vergleich zum Durchschnitt gebracht oder gekostet hat.
EPA: Expected Points Added
EPA (Expected Points Added) ist eine der wichtigsten modernen Statistiken im Football. Sie misst, wie sehr ein einzelner Spielzug die erwarteten Punkte eines Teams verändert hat.
Wie funktioniert EPA?
Basierend auf historischen Daten lässt sich für jede Spielsituation (Down, Entfernung, Feldposition) berechnen, wie viele Punkte ein durchschnittliches Team von dort aus erzielen würde. Ein "1st & 10" an der gegnerischen 20-Yard-Linie ist zum Beispiel etwa 4 erwartete Punkte wert. Ein "3rd & 12" an der eigenen 10 ist fast nichts wert.
Wenn ein Spielzug die Situation von 2 erwarteten Punkten auf 4 erwartete Punkte verbessert, hat er eine EPA von +2. Wenn ein Turnover die Situation von 3 auf -2 verschlechtert, ist die EPA -5.
Warum ist EPA besser als Yards?
Yards allein sagen wenig aus. 5 Yards Raumgewinn bei "3rd & 3" sind extrem wertvoll (neues First Down), 5 Yards bei "3rd & 20" sind fast nutzlos. EPA berücksichtigt diesen Kontext und gibt jedem Spielzug einen echten Punktewert. Deshalb ist EPA bei Analysten und in der modernen Football-Berichterstattung zur Standard-Metrik geworden.
Anwendung
EPA lässt sich auf einzelne Spieler herunterbrechen. Ein Quarterback mit hoher EPA pro Spielzug ist effizienter als einer mit vielen Yards aber auch vielen Turnovers. Auch Laufspiel vs. Passspiel lässt sich per EPA vergleichen, was häufig zeigt, dass Passen im Durchschnitt deutlich effizienter ist als Laufen.
