American Football Begriffserklärung: Onside Kick

Football Begriffserklärung: "Onside Kick"

In aller Kürze:

Der Onside Kick ist der letzte Strohhalm: Ein kurzer Kickoff, den das kickende Team selbst zurückerobern will. Seit 2024 gelten strenge Einschränkungen.

Der Onside Kick: Alles oder Nichts

Der Onside Kick ist ein Spezialspielzug beim Kickoff. Statt den Ball weit zum Gegner zu schießen, kickt das Team den Ball absichtlich kurz (aber mindestens 10 Yards weit), in der Hoffnung, ihn selbst zu erobern.

Wann wird ein Onside Kick eingesetzt?

Fast ausschließlich in Verzweiflungssituationen. Liegt ein Team im vierten Viertel zurück und braucht den Ball dringend noch einmal, ist der Onside Kick oft die einzige Chance. Ein normaler Kickoff würde den Ball dem Gegner überlassen, der dann einfach die Uhr runterlaufen lässt.

Regeländerung seit 2024 (Dynamic Kickoff)

Seit der Einführung des Dynamic Kickoff sind Überraschungs-Onside-Kicks verboten. Ein Team darf den Onside Kick nur noch unter drei Bedingungen ausführen: Es muss das vierte Viertel sein, das Team muss im Rückstand liegen, und der Spielzug muss vorher bei den Schiedsrichtern angemeldet werden. Damit entfällt das Überraschungsmoment, das früher den Reiz des Onside Kicks ausmachte.

Erfolgsquote

Schon vor der Regeländerung lag die Erfolgsquote bei unter 15%. Mit der Pflicht zur Voranmeldung ist sie noch weiter gesunken, weil die empfangende Mannschaft sich gezielt vorbereiten kann. Trotzdem bleibt der Onside Kick im Werkzeugkasten, weil die Alternative (den Ball kampflos abgeben) bei großem Rückstand keine Option ist. Die wenigen erfolgreichen Onside Kicks, wie der legendäre Kick der New Orleans Saints im Super Bowl XLIV (2010), gehören zu den erinnerungswürdigsten Momenten der NFL-Geschichte.

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