Football Begriffserklärung: "Sack"
In aller Kürze:
Ein Sack im American Football passiert, wenn der Quarterback hinter der Line of Scrimmage zu Boden gebracht wird, bevor er passen kann.
Der Sack: Alptraum des Quarterbacks
Von einem Sack spricht man, wenn ein Verteidiger den Quarterback hinter der Line of Scrimmage zu Boden bringt, während dieser noch nach einem Passempfänger sucht. Der Spielzug ist damit beendet, und die Offense verliert meistens deutlich an Feldposition.
Was genau zählt als Sack?
Ein Sack wird nur gewertet, wenn der Quarterback offensichtlich passen wollte. Entscheidet sich der Quarterback bewusst für einen eigenen Lauf (Scramble) und wird dann gestoppt, zählt das statistisch als "Tackle for Loss", nicht als Sack. Auch wenn der Quarterback den Ball noch loswerden kann, bevor er den Boden berührt, ist es kein Sack, sondern bestenfalls ein unvollständiger Pass.
Warum ist der Sack so wertvoll?
Ein Sack kostet die Offense im Durchschnitt 7 Yards Raumverlust. Dazu kommt der verlorene Versuch. Aus einem harmlosen "2nd & 7" wird plötzlich ein "3rd & 14", eine Situation, die fast immer in einem Punt endet. Noch schlimmer wird es, wenn der Quarterback beim Sack den Ball verliert ("Strip Sack"): Dann liegt ein Fumble vor, den die Defense erobern kann.
Half Sack und geteilte Sacks
Wenn zwei Verteidiger den Quarterback gleichzeitig zu Boden bringen, bekommt jeder einen "Half Sack" (0,5) gutgeschrieben. In der Statistik sieht man deshalb oft krumme Zahlen wie 11,5 Sacks in einer Saison.
Ein kleines Stück Football-Kultur
In den 80er und 90er Jahren waren "Sack Dances" ein fester Bestandteil des Spiels. Verteidiger wie Mark Gastineau oder Deion Sanders zelebrierten jeden Sack mit eigenen Tanzeinlagen. Heute ist die Feier zurückhaltender, aber ein Sack bleibt einer der emotionalsten Momente für die Defense.
