Gregg Williams vor möglicher Rückkehr in die NFL
Der Drahtzieher der Kopfgeld-Affäre bei den New Orleans Saints ist zwar nach wie vor auf unbestimmte Zeit gesperrt, die Tennessee Titans könnten dem 54-Jährigen aber zu einem baldigen Comeback verhelfen.
Williams war als Defense Coordinator der Hauptverantwortliche für den „Bounty-Skandal“ der New Orleans Saints während ihrer Super Bowl-Saison 2009/2010. Williams wird vorgeworfen, dass System eingeführt und die illegale Kasse selbst verwaltet zu haben, aus der Prämien für Spieler ausgezahlt wurden, die ihren Gegner absichtlich Verletzungen zugefügt haben. Nach Auffliegen des Skandals wurde eine ganze Reihe von Spielern und Coaches gesperrt. Am Härtesten traf es dabei Williams, den die NFL auf unbestimmte Zeit aus der Liga verbannte. Das roch damals stark nach einem Ende seiner Laufbahn als Trainer, die ihn über Houston (Oilers danach Tennessee Titans), Buffalo, Washington und Jacksonville nach New Orleans führte.
Weder gab es bisher ein Anzeichen der NFL, dass Williams pardoniert werden könnte, noch sind Gespräche zwischen dem Trainer und Commissioner Roger Goodell anberaumt, trotzdem sieht es nach einer baldigen Rückkehr des Trainers in den Profisport aus. Die NFL erlaubte Williams kürzlich, sich um einen neuen Job umzusehen. ESPN berichtet, dass Williams schon demnächst ein Tennessee Titan sein könnte und die Aufhebung seiner Sperre nach anderthalb Jahren bevor stehen könnte.
Williams pflegt enge Freundschaften zu den Titans. Defense Coordinator Jerry Gray hat unter Williams in Buffalo gearbeitet, auch Besitzer Bud Adams und Head Coach Mike Munchak gehören zu seinem Freundeskreis in Tennessee, wo er von 1997 bis 2000 als Defense Coordinator beschäftigt war. Diese Trio ist nun offenbar bereit, Williams einen Rettungsleine hinzuwerfen und sich für ihn beim NFL Board einzusetzen.
