2PC #8: Denn sie wissen nicht, was sie tun
In der achten Ausgabe von “2 Point Conversation” predigen Marko Markovic und Simon Traxl eine Runde vor sich hin.
Marko: Was macht eigentlich gerade Tim Tebow?
Simon: Ernsthaft? Du willst unsere dieswöchige 2PC mit IHM beginnen?
Marko: Ich dachte nur, wenn wir die Conversation schon mit einem religiösen Zitat anpreisen.
Simon: Marko, Marko. Es gibt so viele Prediger unter den NFL Spielern: Ray “das Licht geht sicher nicht von selber aus” Lewis, Dez “Who the fuck is Calvin?” Bryant, …
Marko: Aber keiner bekommt so viel Airtime wie Tim. Wir müssen NFL-Crush doch möglichst publikumswirksam machen.
Simon: Wir machen das aber - wie ausgemacht - nicht mit Keywords, sondern mit einzigartigem Content.
Marko: Plus, Tebow erhielt nicht mal einen Anruf der Rams. Die wollten lieber das Favre-Keyword in den Schlagzeilen haben.
Simon: Nur um dann mit Kellen Clemens of all people doch fast zu gewinnen.
Marko: Das war sehr… eigen. Wie unser Content. Der passt nämlich sogar noch zu unserer Überschrift. Die Woche war geprägt von Quarterbacks, die den Coaches Entscheidungen abgenommen haben …
Simon: … auf die eine oder andere Weise.
Marko: Genau. Beginnen wir doch mit der großartigsten unter den Entscheidungen.
Simon: Case Keenum hat sich entschieden Matt Schaub auf die Bank zu spielen?
Marko: Da gehst du jetzt aber auf die große Story los. Nein, ich rede von Matthew Stafford und seinem All-In Sneak.
Simon: Du hast recht. Das ist die Entscheidung der Woche. Erinnert mich irgendwie an die von Andy Reid von letzter Woche.
Marko: 20 Sekunden bei laufender Uhr vor Ende des Spiels sprinten die Detroit Lions an die 1-Yard-Linie der Dallas Cowboys, 6 Punkte hinten. Matt Stafford brüllt sich die Seele aus dem Leib, dass sich sein Team aufstellt. Er gibt mit der Hand mehrmals das Zeichen, dass er spiken will, um die Uhr zu stoppen. Das Wort “Spike” fällt unzählige Male. 12 Sekunden sind auf der Uhr als der Snap erfolgt.
Simon: 12 Sekunden, das ist Zeit für 2 Versuche in die Endzone zu kommen. Oder …
Marko: … über seine eigene OLine zu hechten. Ohne ihr davor Bescheid zu geben.

Simon: So unfassbar.
Marko: Wenn man jetzt noch erwähnt, dass das eine Alles oder nichts Sache ist, wird das noch härter.
Simon: Wieso?
Marko: Weil bei einem Scheitern sich ein erneuter Spike wohl kaum ausgegangen wäre.
Simon: Wie sagen die Super Furry Animals: Do or die.
Marko: Matthew Stafford hat es getan und Tony Romo ist daran schuld. Er hat nur 3 TDs geworfen und seiner Secondary gesagt, dass sie Calvin Johnson nicht zu doppeln brauchen.
Simon: Romo hat wahrscheinlich auch Tyron Smith gesagt, dass er beim 3rd Down am Drive davor halten soll.
Marko: Ohne den Hold passiert das ganze Drama nicht.
Simon: Romo hat Pittsburgh auch gesagt, dass Terrelle Pryor ein reiner Pocket Passer ist.
Marko: First play of scrimmage, und dann gleich ins NFL Record Book. Staffords Run war nur für 1 Yard, Pryors für 93. Trotzdem gibt es Parallelen.
Simon: Ein QB Run Touchdown.
Marko: Das passiert ist, obwohl die Offense nicht mal wusste, dass ein QB Run kommt.
Simon: Ah. Eine schöne Überraschung.
Marko: Das beschreibt Terrelle Pryor in Summe sehr gut. Ich bin ganz ehrlich, ich habe mir das nicht erwartet.
Simon: Du schaust ja kein College Football?
Marko: Nein, hätte ich dort etwas gesehen, dass mich vorbereitet hätte?
Simon: Ich weiß nicht. Ich habe dank des Hypes um ihn einige Spiele gesehen - und ich war mir sicher, dass Pryor und die NFL keine glückliche Ehe werden.
Marko: So kann man sich täuschen.
