2 PC #5: Verschwörungstheorien
Wenn ein Dialog zum Monolog wird. Die aktuelle Ausgabe der “2 Point Conversation” gibt es dieses Mal quasi in einer “1 Point”-Variante.
Marko: Marko, herzlich willkommen zur dieswöchigen 2PC!
Marko: Danke, Marko!
Marko: Wir müssen heute leider ohne Simon auskommen, deshalb dachte ich, irgendwer von uns beiden übernimmt einfach seinen Part, ok?
Marko: Die Schachnovelle des American Football. Zumindest werden die Leute nicht wissen können, wer von uns beiden nun nicht Simon ist.
Marko: Richtig, und bei Verschwörungstheorien ist es ja oft so, dass sich Leute für etwas ausgeben, was sie nicht sind.
Marko: Z.B. Falsche Flaggen, die dienen immer einer gezielten Desinformation. Die NFL hat dieses Mal versucht, ihr Brustkrebs-Bewusstsein im Oktober in Form von pinken Flaggen darzustellen. Zusätzlich zu den seit Jahren üblichen Socken, Armbändern und Pom-Poms.
Marko: Die versuchte Täuschung ist hierbei aber eigentlich sehr ehrlich: Das geheuchelte Interesse der NFL enttarnt sich hierbei quasi selbst als Regelverstoß! Dennoch ist klar, dass die NFL mit den pinken Flaggen aber mehr von den desaströsen Schiedrichterleistungen ablenken, als auf ernste Themen hinweisen wollte.
Marko: Den Refs war dieser Schachzug natürlich sofort ein Dorn im Auge, wehe dem der von ihnen ablenkt! Begründet wurde ihre Ablehnung aber natürlich unter falscher Flagge: Es wusste niemand ob nun Flaggen oder nur als Flaggen getarnte Handtücher am Spielfeld lagen. Ab nächster Woche sind die Flaggen wieder gelb.
Marko: Gibt’s eigentlich eine solidarische Bewegung mit gelb als Farbe?
Marko: Klar, von der Geiselnahme in Teheran ‘79 bis hin zu Selbstmord hast du hier die Wahl.
Marko: Die NFL ist also ein einziges, riesiges Suicide-Awareness-Quartal! Enttarnt!
Marko: Pscht, sag ihm das bloß nicht, denn es würde mich bei Roger Goodells Umgang mit Spieler-Selbstmorden nicht im geringsten wundern, wenn...
Marko: Ja, pscht.
Marko: Gab es am Spielfeld sonst noch verschwörerische Verwechslungen?
Marko: Selbstverständlich! Ryan Fitzpatrick schaffte es z.B. bei diesem Spielzug alle NFL-Statistiker und play-by-play-Mitschreiber irgendwie davon zu überzeugen, das wäre ein Touchdown-Pass.

Marko: Du meinst den … Handoff?
Marko: Der… Pass. Ja, der …Hand… Ja.
Marko: Er gab nicht nur Chris Johnson als Wide Reciever aus, er vollbrachte das Kunststück auch an sich selbst.
Marko: Oh ja, der 0-Yard-Pass zu sich selbst!

Marko: Schon große Karrieren wie jene von Favre fingen mit sowas an. Man muss die Defense nur verwirren.
Marko: Je öfter ich mir den Pass ansehe, desto mehr erinnert er mich an unser Selbstgespräch hier.
