Long Snap #3: Ain´t no holdin´ Boldin - NFL-Crush

Long Snap #3: Ain´t no holdin´ Boldin

In der dritten Ausgabe seiner Kolumne "Long Snap" erweist Philipp Eitzinger Anquan Boldin die Ehre.

Catches wie aus dem Zirkus. Einhändig, gegen die Laufrichtung. Im Getümmel, gegen doppelte Coverage. Egal, in welcher Notlage sich der Quarterback auch immer befindet, der Kerl mit der Nummer 81 am Jersey ist die Rettung - denn für die Defense-Reihen der NFL gilt schon seit Jahren: Ain't no holdin' Boldin! Und wenn er Quarterbacks hat, die man auch tatsächlich zur Elite der Liga zählen kann, wird der 32-Jährige erst recht zum Biest. Sei es Kurt Warner, mit dem gemeinsam er die vorher und seither irrelevanten Cardinals in die Super Bowl geführt hat. Sei es Joe Flacco, dem dem gemeinsam er vor acht Monaten den Titel holte.

Und das Auftaktspiel gegen Green Bay zeigte: Auch Colin Kaepernick, von dem er nun für San Francisco die Pässe serviert bekommt, kann sich auf Anquan Boldin verlassen. Was vor dem Mega-Spiel am Sonntag gegen die Seahawks für die Niners ein sehr gutes Zeichen ist - zumal es schon im allerersten Bewerbsspiel beinahe so klappte, als würden Kaepernick und Boldin schon seit Jahren zusammenspielen. Was für die ganze Liga ein besorgniserregendes Zeichen ist. Und für die direkte Konkurrenz in der NFC West umso mehr. Und genau das macht das Spiel bei den Seahawks ja so spannend.

Wobei schon auch die Frage ist, wie sich die gegen Green Bay so starke Niners-Offense in der bekannt lauten Atmosphäre in Seattle anstellen wird. Zumal die Seahawks-Fans angekündigt haben, den Lautstärke-Rekord für ein Sportstadion brechen zu wollen. 132 Dezibel sind dafür vonnöten. Wenn es schon die Defense alleine nicht schafft, dann muss man sich gegen das mögilche neue Traumgespann der NFL halt was anderes einfallen lassen. Denn ansonsten gilt weiterhin: Ain't no holdin' Boldin. Diesen Anquan, den hältst net auf.