Jets gastieren in Foxboro
Bereits am Donnerstag kommt es zu einem besonders brisanten Duell, wenn die New York Jets bei den New England Patriots antreten müssen.
Nach dem knappen Auftaktsieg gegen die Buffalo Bills wartet am Donnerstagabend mit den New York Jets gleich der nächste Divisionsrivale auf die New England Patriots. Nicht nur weil es eine alte Rivalität ist, hat die Partie ihren Reiz, sondern auch weil beide Organisationen derzeit um einen Mann werben: WR Brandon Lloyd. Und auch wenn der 32 Jahre alte Passempfänger bereits erklärt hat, dass er sich weder körperlich noch geistig derzeit in der Lage fühlt, wieder in der NFL zu spielen, so ist hier mit Sicherheit noch nicht das letzte Wort gesprochen.
Doch auch ohne die Teilnahme von Lloyd verspricht die Begegnung vor den Toren Bostons, die den Auftakt zum zweiten Spieltag in der NFL bildet, viel Spannung. Für die Verantwortlichen der Patriots scheint schon im Vorfeld klar zu sein, dass sie auch diese Partie als Sieger beenden werden. Denn statt eines regulären Trainings setzte Head Coach Bill Belichick nur ein Walkthrough an, um sich auf das Team aus dem Big Apple vorzubereiten.
Angesichts der Verletzungssorgen, die Belichick in der Offense plagen, eine durchaus verständliche Entscheidung. Die Einsätze von WR Danny Amendola und TE Rob Gronkowski sind zweifelhaft, RB Shane Vereen fällt mit Sicherheit aus.
Die Jets kamen am ersten Spieltag zu einem glücklichen 18:17-Erfolg über Tampa Bay, hatten den Sieg aber in erster Linie dem Gegner zu verdanken. Auch mit Geno Smith auf der QB-Position wirkte die Jets-Offense über weite Strecken genauso desolat und hilflos wie im Vorjahr, als sie vom derzeit verletzten Mark Sanchez angeführt wurden. Trotzdem will Head Coach Rex Ryan die Begegnung in Foxboro erfolgreich gestalten. Die Zukunft von QB Mark Sanchez in New York ist derzeit ungewiss. Denn der Spielmacher laboriert immer noch an einer Schulterverletzung, die er sich in der Saisonvorbereitung zugezogen hat.
Die Zeichen stehen allerdings schlecht – zumindest was das Gesetz der Serie betrifft. Denn Bill Belichicks Bilanz gegen Rookie-QBs steht bei 64 Siege – und nur 24 Niederlagen. Auf der anderen Seite präsentierten sich die Patriots zum Saisonstart gegen die Bills nicht mehr als das perfekte Team der vergangenen Jahre, als sie innerhalb von vier Jahren drei Mal in die Super Bowl einzogen. Ungewöhnlich viele Fehler leistete sich die Offense um QB Tom Brady, der sich sichtlich nicht wohl fühlte und einige Mitspieler vermisste.
Fazit: Wenn die Patriots ihre Fehler abstellen und immer wieder Druck auf Geno Smith ausüben können, dann dürfte der Heimauftakt für New England kein Problem werden.
